Bauen im Bestand
Das Entwerfen und Planen im Bestand ist von Fall zu Fall einem Entscheidungsprozeß unterworfen. Es gilt, diesen in eine strukturelle Logik zu setzen. Zeit und Gebrauch sind dabei auch Strukturen, die im Bestand zu einer komplexen Überlagerung führen. Wie in der Archäologie bilden sie die Schichten, die die Geschichte des Ortes erzählen. Das Bauen im Bestand stellt eine Auseinandersetzung dar, in der neue Anforderungen, sinnvoll im Verhältnis zur vorhandenen Bausubstanz, integriert und gestaltet werden. Wobei das Vorhandene, im Hinblick auf strukturelle Fragen und Zusammenhänge zur Kultur, Geschichte, Zeit, Bauweise und Funktion sowie zum Material und den bisherigen Nutzungen, stets als Zeuge des Vergangenen zu verstehen und zu würdigen ist. Das Bauen im Bestand ist ein Wachstumsfeld dessen Aufgaben-bandbreite und Vielfalt anwächst. Im zunehmenden Maß ist der „Bestand“ nicht mehr ausschließlich denkmalgeschützt oder im denkmalgeschützten Bereich befindlich, sondern kreuzt immer öfter die Linien zur Weiterverwendung des Alltäglichen. In diesem Sinne ist das Bauen im Bestand untrennbar von der Ökologie, der Nachhaltigkeit sowie von der Ökonomie und der Identitätsbildung zu verstehen. Aus diesen Gründen wird das Bauen im Bestand an der PBSA ganzheitlich gesehen und gelehrt. Entwurf aber auch Geschichte, Theorie, Kontext, Konstruktion, Bauphysik sowie Technik bilden die Facetten des Lehrinhalts. Diese, zusammen mit der Fähigkeit den Bestand analytisch zu sehen, verstehen und dokumentieren zu können, werden in Entwurfsaufgaben, Betreuungen, Seminaren und Vorlesungen geübt und gestärkt.
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Kontakt
Hauptamtlich Lehrender Prof. Robert Niess Architekt BDA niess@chestnutt-niess.de
Lehrbeauftragte derzeit keine
Mitarbeiter derzeit keine
Studentische Hilfskraft Florian Deicke deicketales@web.de
Raum N2.32 Tel. 0211 43 51 129
Sprechzeiten (nach Vereinbarung)
Mi, Do
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